Gartenprojekt: Wilde Ecke goes Chill Area

Gartenprojekt: Wilde Ecke goes Chill Area

Verwilderte Gartenecke goes Chill Area: Mein Sommerprojekt mit Karibik-Flair

Vielleicht erinnerst du dich noch an mein letztes Projekt, bei dem ich aus alten Lattenrost-Resten mein „Reggae Summer“-Wegweiser-Schild gebastelt habe. Dieses Schild hat nun seinen perfekten Platz gefunden: in meiner neuen Chill Area – eine Ecke, die vorher komplett von Efeu überwuchert war und nun echtes Urlaubsfeeling versprüht.

Hier erkläre ich dir, wie du diesen Rückzugsort mit Südsee-Vibe ganz einfach nachbauen kannst. Das Video findest du unten im Anschluss.

1. Die Vorbereitung: Reinigung und Fundament

Bevor der neue Bodenaufbau beginnen kann, muss die Fläche vorbereitet werden.

  • Efeu-Entfernung: Entferne nicht nur die Blätter, sondern grabe die Wurzeln tiefgründig aus, damit später nichts unter den Fliesen austreibt.
  • Der Aushub: Hebe die gesamte Fläche ca. 10 cm tief aus. Ein tieferer Aushub garantiert, dass die Terrasse am Ende bündig mit dem Rasen abschließt oder nur leicht erhöht liegt.
  • Verdichten: Ebne die Erde grob mit einer Schaufel oder einem Rechen ein und stampfe sie mit deinen Schuhen dicht, damit keine großen Löcher zurückbleiben.

2. Die Sperrschicht: Das Gartenvlies

Das Vlies ist die Geheimwaffe gegen Unkraut und sorgt dafür, dass sich der Splitt nicht mit der Erde vermischt.

  • Materialwahl: Verwende ein festes, wasserdurchlässiges Geotextil (Gartenvlies).
  • Verlegung: Rolle das Vlies so aus, dass es die gesamte Fläche deiner zukünftigen Terrasse bedeckt.
  • Überlappung: Wenn du mehrere Bahnen brauchst, lasse diese mindestens 10 bis 15 cm überlappen, damit auch an den Nahtstellen kein Unkraut durchdringen kann. An den Rändern kann das Vlies leicht hochstehen – das schneidet man ganz am Ende sauber ab.

3. Die Tragschicht: Basaltsplitt

Basaltsplitt ist ideal, da er kantig ist, sich gut verkeilt und dadurch eine sehr stabile, tragfähige Fläche bildet.

  • Schütthöhe: Fülle den Splitt (Körnung ca. 2–5 mm oder 5–8 mm) in einer Höhe von etwa 5 cm ein.
  • Das Nivellieren: Das ist der wichtigste Schritt. Nutze eine lange Wasserwaage oder eine gerade Holzlatte, um den Splitt absolut eben zu ziehen.
  • Drainage: Der Splitt sorgt dafür, dass Regenwasser sofort versickert und die Holzfliesen nicht im Nassen stehen. Das schützt das Holz von unten gegen Fäulnis.

4. Der Belag: Echtholz-Klickfliesen

Jetzt folgt das „Parkett“ für den Garten.

  • Das Prinzip: Die Klickfliesen haben ein Kunststoff-Gitter auf der Unterseite. Dieses sorgt für einen minimalen Abstand zum Splitt, sodass die Luft unter dem Holz zirkulieren kann.
  • Verlegung: Beginne in einer Ecke und klicke die Fliesen Reihe für Reihe zusammen. Das geht ohne Schrauben und Bohren.
  • Anpassung: Falls am Rand Lücken bleiben, kannst du die Holzlamellen der Fliesen oft einfach mit einer Hand- oder Elektrosäge einkürzen.

5. Das Finish: Deko und Karibik-Flair

Sobald der Boden liegt, kommt der schöne Teil:

  • Bepflanzung: Auf dem Markt habe ich drei bunte Blumenstauden gekauft, die im Halbschatten gut zurecht kommen und den ganzen Sommer über blühen. Sie habe ich in die Erde vor meiner neuen Chill-Area gesetzt.
    Zierkiesel: Den Rand der Terrassenfläche und die Erde um die Stauden herum habe ich mit dekorativen Zierkieseln kaschiert, die auch den Zweck haben, Regenwasser durchsickern zu lassen und das Terrassenholz trocken zu halten.
  • Wegweiser: Stelle dein selbstgebautes „Reggae Summer“-Schild an deiner neuen Terrasse auf – du kannst damit zum Beispiel den Eingang zu deiner Chill-Zone markieren.
  • Möbel: Ich habe mich für eine dreiteilige Holz-Sitzecke entschieden, deren Elemente flexibel zusammenstellbar sind. Kombiniert habe ich dazu ein passendes kleinen Gartentischchen mit hellgrüner Metallplatte und soliden Holzbeinen.
  • Akzente: Für den sommerlichen Akzent sorgen Polster mit farbenfrohen Flamingo-Prints. Das verbreitet sofort einen fröhlichen, südlichen Flair. Vor der alten Backsteinmauer habe ich ein exotisch schimmerndes Perlmutt-Mobile aufgehängt. Das sanfte Klappern im Wind und der Schimmer der Muscheln verstärken das maritime Karibik-Gefühl.
  • Überdachung: Zum Schutz vor Blättern und Nieselregen habe ich eine kleine Überdachung angebracht. Sie hält auch zu starkes Sonnenlicht fern.
  • Lichtzauber: Solarlampions und -leuchten zaubern abends ein romantisches Licht und tauchen den neuen Sitzbereich in magisches Licht.

Mein Tipp für dich: Nimm dir beim Glattziehen des Splitts Zeit. Je ebener der Splitt ist, desto weniger wackeln später die Klickfliesen. So fühlt sich deine neue Chill Area fast so hochwertig an wie ein echtes Wohnzimmer im Freien!

Mein Fazit:

Es ist toll zu sehen, wie die verschiedenen Projekte – vom DIY-Schild bis hin zur neuen Terrasse – am Ende ein harmonisches Ganzes ergeben. Mit den Flamingos, dem Perlmutt und dem Holz fühlt es sich jeden Tag ein bisschen nach Urlaub an.

Viel Spaß beim Nachbauen und Genießen!

 


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